Ein kleiner Einblick in mein Auslandsjahr 06/07 in Sisters, OR, USA

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3 Monate sind um...

...das sind mittlerweile schon 93 Tage. Thanksgiving ist nun auch schon vorueber. Es war ein sehr schoenes, kulturells Erlebnis fuer mich. Nachdem alle Gaeste hier waren, wir waren um die 10 Leute, ging es an den 13kg Truthahn. Es war ein unglaublich grosses Essen, und ein unglaublich schoenes kulturelles Erlebnis das ich hier erfahren durfte. In dieser Thanksgiving-Woche gab es kein anderes Gespraechsthema in den Strassen ausser Thanksgiving, wo man geht und steht hoerte man nur "Happy Thanksgiving", "Happy Holidays", usw... Es war grossartig diese Zeit erleben zu duerfen.

Nun hat auch mein 2. Trimester hier an meiner HighSchool begonnen. Das erste habe ich mit guten Leistungen abgeschlossen. Und nun ist auch schon fast wieder die erste Woche des neuen Trimesters vorueber. Es war ein vollkommen neues Erlebnis fuer mich, denn mittlerweile hat mich auf der Schule jeder schon mal gesehen, die meisten wissen auch dass ich der deutsche Auslandschueler bin. Somit wurde ich in meinen neuen Klassen von allen mit offenen Herzen und Interesse an meiner Kultur empfangen. Es war eine grossartige erste Woche. So viele neue Leute, die man jeden Tag kennenlernt. Man hatte sie alle schon vorher einmal gesehen, aber nun hat man Tag fuer Tag mit ihnen zu tun, unterhaelt sich mal ueber dies, mal ueber das, und macht so jeden Tag neue Freundschaften, einige kleinere, aber auch bereits etwas bessere Freundschaften, und das nach nur 1 Woche. Das denke ich macht deutlich wie hilfsbereit, freundlich und interessiert man hier an seinen Mitschuelern ist. Und vor allem geben mir die neuen Leute alle den Beweis, dass ich mich mittlerweile komplett in der englischen Sprache zurecht gefunden habe, alle grossen und auch fast alle kleineren Missverstaendnisse vorueber sind.

Mittlerweile hat sich mein Gehrin so auf die neue Sprache eingestellt, da ist es keine Seltenheit mehr, dass man in englisch traeumt. Man wacht morgens auf, und erinnert sich an seine traeume in Englisch. Ja, das ist ein komisches, anfangs verwirrendes, bei den ersten Malen sogar ein unangenehmes Gefuehl. Man traeumt in Englisch, obwohl man doch gar nicht fliessend spricht?! Ebenso ist das Gefuehl komisch, dass man merkt man vergisst einige deutsche Woerter, deutsch sprechen faellt mittlerweile nicht mal mehr so leicht. Jedesmal wenn ich deutsch rede, sei es am Telefon, sei es nur in Emails, muss man sich hin und wieder die Saetze genau ueberlegen bevor man losredet, es koennte peinlich werden, wenn man seine Muttersprache nicht mehr wirklich beherrscht(sogar mein pfaelzisch faellt nicht mehr wirklich leicht) Nun ist man nicht mehr so vertraut mit seiner Muttersprache, und die ein oder anderen stolperer in Englisch kann man auch nit verhindern. Welche Sprache spricht man denn jetzt? Das ist was im Moment in meinem Kopf vorgeht, ein Mischmasch von 2 Sprachen, eine die man langsam aber sicher beginnt zu vergessen, die andere die man irgendwie fliessend, aber eben doch nicht fehlerfrei, die ganze Zeit benutzt.

Das gibt mir zwar ein komisches Gefuehl, jedoch bringt es mir auch den Beweis, dass ich mittlerweile schon komplett in der englischen Sprache drin bin, und sich auch mein Gehirn darauf einstellt, Tag fuer Tag, immer mehr.

Man muss den richtigen Weg finden, sei es in sprachlicher, kultureller oder auch persoenlicher Hinsicht, und das ist es, was mir zu Hause in der Schule kein Lehrer oder Schulbuch, weder meine Familie noch meine Freunde  geben koennen. Das ist es, was man erleben, am eigenen Leib erfahren und spueren muss, um seinen eigenen Weg finden zu koennen, der einem durchs Leben hilft. Den Weg zwischen Altvertrautem und total Neuem, der Weg durch gute und schlechte Zeiten, durch neue Erlebnisse und Erfahrungen, und vor allem muss man sein eigenes ICH erkennen, wie man mit guten und schlechten Dingen umgeht, wo seine eigenen Grenzen liegen, und man muss lernen, wie man mit alledem, komplett auf sich alleine gestellt, fertig wird.

So sind es teilweise nur kleinste Entscheidungen, die dir den Kopf zerreissen, weil du sie nie treffen musstest, und nun alles von dir selbst abhaengt. Und das alles wird man wohl nie zu Hause erfahren koennen, in seiner vertrauten Umgebung und seinem bekannten Umfeld, da man einfach ein Grossteil der Verantwortung nicht auf sich alleine nehmen muss.

1.12.06 07:20


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Merry Christmas...

Frohe Weihnachten an alle...Mittlerweile ist auch schon Dezember vorueber...In anderen Worten: 4 Monate, oder: schon fast die Haelfte...

Nachdem ich mir dann anfang Dezember mein Handgelenk gebrochen hatte (ja, es war das linke) blieb mir nichts anderes uebrig als ganz gelassen meinem Schulalltag nachzugehen. Mittlerweile hat man sich im 2. Trimester vollkommen zurecht gefunden. Meine Klassen wurden haerter, aber es ist zu meistern. Und zu Ferienbeginn sind wir dann auch gleich aufgebrochen, um einen kleinen Urlaub bei der Familie meiner Gastfamilie zu machen. Kalifornien. Es war geil. Die ganzen neuen Leute die man kennen gelernt hat, und natuerlich die Landschaft. 10 Minuten mit dem Auto zum Strand.

Weihnachten war grossartig. Jeden Abend ne andere Weihnachtsparty bei jemandem aus der Familie, Essen bis zum abwinken, und Geschenke bis zum Umfallen. Und endlich hab ich Jessica getroffen, eine weitere Schwester. Nach diesem unglaublich genialen Weihnachtsfest in Kalifornien gings dann wieder heim nach Oregon.

Dieser Monat ist geradezu vorbeigeflogen. Nun sind 4 Monate um, und ich kann einfach nicht begreifen wie schnell die Zeit hier vergeht. Im Januar steht schon wieder ein Wochenende an der Kueste Oregons bevor, und im Februar gehts dann auch schon ne Woche nach Florida. Ich wuensche mir, man koennte die Zeit anhalten, um diese grossartigen Ereignisse laenger geniessen zu koennen. Doch die Zeit kennt keine Gnade. So lebt man sich hier durch die Zeit, und versucht so viel wie moeglich von den zahlreichen Eindruecken hier aufzunehmen. Denn jeder einzelne bringt einen einen kleinen Schritt weiter, und das ist es, was am Ende die Veraenderung ausmacht.

Nun wuensche ich noch jedem ein paar schoene freie Tage, und vor allem einen guten Rutsch ins Jahr 2007, indem ich ja wieder in Deutschland anzutreffen sein werde.

29.12.06 23:46





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