Ein kleiner Einblick in mein Auslandsjahr 06/07 in Sisters, OR, USA

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Erst war es Neugier, Fernweh…..Und schon ist es Realitaet!

Eine aufregende Zeit, so zwischen 15 und 18. Langsam wird man erwachsen, es kribbelt, die Sehnsucht nach Freiheit, die Sehnsucht, auf eigenen Beinen zu stehen. Eine riesige Lust, die Welt zu entdecken. So viel einerseits.
Andererseits: Wie ist es eigentlich, wenn man plötzlich ohne vertraute Umgebung zurechtkommen muss? Wenn die Eltern, die Freunde weit weg sind, ja wenn man in einem Land ist, wo die Leute nicht nur eine andere Sprache sprechen, sondern auch der Alltag ganz anders abläuft. Sollte man vielleicht doch lieber zu Hause bleiben? Das ist so eine Sache: einerseits, andererseits.

Ich erinnere mich noch ganz genau an meine Gefuehle, als ich mich fuer diesen Schritt entschieden habe, 1 Jahr ins Ausland, raus aus all dem Gewohnten, rein ins Neue. Wie leben die Leute auf der anderen Seite der Welt? Wie ist es, ohne Eltern und Freunde, ohne gewohnte Umgebung auskommen zu muessen? Und vor allem, wie ist es, wenn man die Sprache nicht fliessend spricht und die Kultur nicht kennt?
Doch schien all dies in so weiter Ferne. Die Zeit bis zum Abflug noch so lange. Doch dem war nicht so. Die Zeit raste. Diese Zeit ging schneller vorbei als man sich vorstellen kann. Man bekommt seine Gastfamilie, sein Abflugdatum, und schon ist es soweit. Der Abschied steht bevor, Abschied von Freunden, Abschied von allen Verwandten, und letztendlich am Flughafen Abschied von den Eltern und Geschwistern. Und schon gehts los.

Mein Abflug war am 30. August 2006. Da standen wir nun, am Flughafen, meine Eltern, mein Bruder und Ich, und der Abschied stand bevor. Es fiel mir jedoch leichter als ich es mir haette vorstellen koennen. Es schien nicht wie ein Abschied fuer ein ganzes Jahr. Und dann musste ich auch schon los, ins Flugzeug. Nach 11 stuendigem Flug nach Portland traf ich dann endlich auf meine Gastmutter Shauna. Nach kleineren Problemen mit dem Gepaeck, das nicht rechtzeitig an meinem Anschlussflughafen in Redmond ankam, wurde mir schon in meinen ersten fuenf Minuten auf amerikanischem Boden die Freundlichkeit der Amerikaner bewusst. Wir fuhren dann ca. eine halbe Stunde nach Hause, nach Sisters, im US-Bundesstaat Oregon. Ein  2500-Einwohner-Dorf am Fusse der “Three Sisters”, drei Vulkane in der Kaskadenkette, eine Bergkette die sich in Kuestennaehe von Norden nach Sueden durch Nordamerika zieht. Dort angekommen traf ich dann auch auf die juengste meiner 4 Gastschwestern, Alison. Mein Gastvater Troy war auf der Arbeit, und kam erst 3 Tage nach meiner Ankunft zu Hause an, sodass ich ihn und eine weitere Schwester, Mallory, endlich treffen konnte.
Am naechsten Tag hiess es dann auch schon ab zur Schule. Es war ueberwaeltigend, mein erster Tag in einer amerikanischen HighSchool. Meine Schule, Sister High School, ist etwa 6 Kilometer entfernt. Es ist eine ziemlich neue Schule, was man an allen Ecken und Enden spueren kann. (Laptop und Beamer in jedem Klassensaal und elektrische Bleistiftspitzmaschinen an jeder Ecke gehoeren hier zum Standard) Auf meiner Schule sind etwa 500 Schueler, von Klassenstufe 9-12. Auch hier wird die Gastfreundlichkeit der Amerikaner sehr deutlich. Es hat etwa 2 Tage gebraucht bis jeder wusste wie viele Austauschschueler auf der Schule sind und woher sie kommen. Neben mir ist noch eine Austauschuelerin aus Belgien auf der Schule.

Mit einem Jetlag und einer Erkaeltung vergingen die ersten Tage dann im Eiltempo. Dennoch war es eine harte erste Woche. Kulturschock. Man wird von all den Unterschieden ueberrollt. Und Unterschiede sind einfach ueberall zu finden. Die amerikanischen Dimensionen sind beeindruckend. Das braucht eine gewisse Zeit um sich an all dies zu gewoehnen. Und vor allem um in den amerikanischen Alltag rein zu kommen, vergeht einige Zeit.
Am ersten Wochenende war ich dann mit meiner Familie campen. Eine sehr gute Chance um sich besser an die Sprache zu gewoehnen, und seine Familie kennen zu lernen. Da war auch schon die erste Woche um.

Nun bin ich schon ueber einen Monat hier, und die Zeit verging wie im Handumdrehen, es ist einfach schon so viel passiert. Tag fuer Tag lernt man neue Leute kennen, man entdeckt Neues der amerikanischen Kultur, und man spuert die hier herrschende Freundlichkeit jeden Tag aufs Neue.
Ich habe mich mittlerweile schon sehr gut eingelebt, und kann meine Zeit in vollen Zuegen geniessen, denn schon jetzt kann man fuehlen, dass dieses Jahr ein unvergessliches Abenteuer zwischen der Offenheit Neues zu entdecken, der Erfahrung seiner eigenen Grenzen und Faehigkeiten und vor allem dem eigenen ICH werden wird.

Johannes Traut, Sisters, OR                                                                        10/6/2006

13.10.06 07:52


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Wie die Zeit vergeht...

...ist einfach unglaublich! Nun bin ich schon fast 2 Monate hier, und habe immer noch 2 verschiedene Zeitgefuehle:

Das eine: Die Zeit vergeht wie im Flug, sie rast an einem vorbei. Einerseits gut in schlechteren, andererseits schlecht in guten Zeiten.

Das andere: Ich bin schon ewig hier, es passiert einfach so viel Neues um glauben zu koennen, dass das alles in nur 2 Monaten geschehen ist. Raus aus dem Alten, dem deutschen Alltag, raus aus der gewohnten deutschen Umgebung, raus aus dem gewohnten deutschen Freundeskreis, rein ins neue Leben! Der neue amerikanische Alltag, der neue amerikanische Freundeskreis, und vor allem die neue amerikanische Kultur, welche wohl das groesste Gebiet ist in dem einfach tagtaeglich unglaublich viele neue Dinge geschehen. Und mittlerweile habe ich mich schon so gut eingelebt, dass ich die letzten beiden Naechte in englisch getraeumt habe, glaube ich, jedenfalls teilweise. Denn ich habe mich jedesmal beim aufstehen erwischt, dass mir in englisch meine Traeume durch den Kopf gingen.

Ich erinnere mich noch recht genau an meine Gedanken ueber die verschiedenen Dinge die wohl in meinem neuen amerikanischen Schulleben vorgehen werden. Wie werden wohl die Footballgames werden? Gibt es den SchoolSpirit wirklich? Und was genau ist eigentlich Homecoming?

Nun bin ich hier, die Footballsaison schon fast zu Ende, einige SpiritDays schon vorueber, und naechste Woche steht schon die SpiritWeek bevor, denn am Wochenende ist Homecoming. Das letzte Heimspiel unseres Footballteams.

Es sind einfach grossartige Gefuehle die in solchen Zeiten in einem hervorgehen, ab und zu zwar auch durchzogen von schlechteren Momenten, es sind aber doch grossartige Erfahrungen. Man kann wirklich spueren, was es heisst sich in der Gemeinschaft einer amerikanischen HighSchool zu befinden. Man selbst spuert und lebt den SchoolSpirit in diesen Zeiten jeden einzelnen Tag. Es ist jeden Tag aufs Neue eine Freude, in die Schule gehen zu duerfen(und wer mich kennt kann sich vorstellen dass es was Besonderes sein muss wenn ich in die Schule gehen WILL)

Jedoch nicht nur in der Schule merkt man, dass man mittlerweile in der amerikanischen Gesellschaft aufgenommen wurde, auch in der Familie kann man mittlerweile ein grosses Vertrauen zueinander spueren. Man fuehlt sich hier zu jeder Zeit verstanden und sehr wohl.

Man kann diese Erfahrungen und Eindruecke eigentlich gar nicht in Worte fassen, sodass man spuert was es heisst Teil internationaler Verstaendigungen zu sein, und nicht nur Einwohner seines eigenen Staates.

Johannes Traut, Sisters, OR                                    10/20/2006

21.10.06 06:30





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